Ausbleibender Regen, starke Hitze, austrocknende Böden, leere Flüsse, brennende Wälder. Wassermangel in ganz Europa, das sind die Schlagzeilen der letzten Jahre. Leider stehen wir erst am Beginn der Klimakatastrophe, es wird in den nächsten Jahren, so die Klimasimulationen, noch schlimmer. Leben müssen mit diesen Veränderungen bedeutet rechtzeitig Handeln um die schlimmsten Auswirkungen noch abmildern zu können. Eine der Maßnahmen möchte ich hier vorstellen.
PV-Freiflächenanlagen als Regensammler für Brauch- & Löschwasser
Alle Photovoltaik-Freiflächenanlagen sollten mit Regensammelsystemen ausgestattet sein. Eine Gummidichtung zwischen den Modulen, dazu eine einfache Dachrinne leitet das Regenwasser in Sammelrohre die zu einer Zisterne führen. Der zusätzliche Aufwand ist sicher erträglich. Eine Halterung an die PV-Montage-Mechanik anbringen und eine Dachrinne unter die Module montieren. Das zusätzliche Gewicht muss natürlich mir einberechnet werden, sollte aber nicht zu wesentlich aufwendigerer Mechanik führen.
Bei einer 10MW Anlage und 4000qm PV Fläche pro MW könnte man zum Beispiel 50% des Niederschlags mit einer einfach montierten Dachrinne sammeln (einen Teil muss man evtl. auf dem Grundstück belassen) und bei 600mm Jahresniederschlag 12.000.000 Liter, also mindestens 12.000m³, Brauchwasser gewinnen!
Die Dachrinne kann so dimensioniert werden, dass sie bei Starkregen überläuft und so Wasser auf dem Grundstück verbleibt. Statt der Gummidichtung kann man auch eine kleine Dachrinne unterhalb montieren.
In einem Regen-Rückhaltebecken bzw. einer großen Zisterne wird das gewonnene Wasser gespeichert bis zum Verbrauch. Mit einem intelligenten Hochwasserschutz kann das Becken bei Erwartung von großen Niederschlags-Ereignissen vorab geleert werden.
Die Zisterne(n) haben mehrere Funktionen:
- Regen-Rückhaltebecken - reduziert das Überschwemmungs-Risiko bei Starkregen.
- Regen-Speicherbecken, für die Nutzung des Brauchwassers:
o Bewässerung für die Land- und Forstwirtschaft. Ziel:
- Erhaltung der Lebens- und Futtermittel Produktion
- Schutz von Wald-Neuanpflanzungen gegen Austrocknung
o Löschteich, so groß, dass auch Hubschrauber Löschwasser tanken können
für die Brandbekämpfung, vor allem bei Waldbrand.
Ein großer Vorteil: dieses Brauchwasser ist so gut wie nicht verschmutzt,
es kann ohne weitere Prüfung in der Landwirtschaft verwendet werden.
Grundwasser könnte zusätzlich gewonnen und in den Zisternen gepuffert werden.
Günstige Standorte sind hügeliges Gelände mit der PV-Anlage in der höchsten Position.
Die PV-Freiflächen-Anlagen in Rieden wären bestens dazu geeignet.
Die große Frage: wie finanzieren, wer macht es?
Man braucht eine entsprechende Organisation. Das System muss finanziert werden und der Betrieb der Anlagen muss über viele Jahre hinweg gewährleistet sein. Man benötigt ein Geschäftsmodel. Wie wird das Brauchwasser bei Mangel verteilt? Zu welchem Preis wird es abgegeben.
Die Gründung von Genossenschaften wäre sinnvoll. Der Maschinenring wäre eine geeignette Organisation das ganze ins Leben zu rufen. Der Bauernverband könnte sich auch berufen fühlen.
Ohne staatliche Unterstützung wird es nicht möglich sein!
Das Gesamtkonzept muss zusätzliche Wasserquellen nutzen können.
Grundwasser wäre eine Möglichkeit.
Ich habe leider nicht die Möglichkeit und Zeit das ganze grafisch besser aufzubereiten.
Wenn jemand dazu in der Lage ist kann er es gerne tun.


