Information zu den Themen Klimawandel, Energiewende und Netzausbau

Worte die keiner hören will:

Wir stehen kurz vor einer Katastrophe.
Das sage ich nicht einfach so.

Es ist die Summe der vielen einzelnen Meldungen die ich jeden Tag aufnehme.
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"Ich mache mir große Sorgen darüber, wo die Welt in Bezug auf das Klima steht.  
Es ist an der Zeit, aufzuwachen und aufzustehen.
Die Länder sind weit davon entfernt, ihre Klimaversprechen und -verpflichtungen
zu erfüllen.
Die derzeitige Politik führt die Welt bis zum Ende des Jahrhunderts zu einem Temperaturanstieg von 2,8 Grad.
Das ist eine Katastrophe.
Doch die kollektive Reaktion bleibt erbärmlich.
Wir rasen mit weit geöffneten Augen auf eine Katastrophe zu
und viel zu viele sind bereit, alles auf Wunschdenken, unerprobte Technologien und "Wunderlösungen" zu setzen.
Es ist an der Zeit, aufzuwachen und aufzustehen.
Es ist an der Zeit, den sofortigen Übergang zu einer grünen Wirtschaft zu beschleunigen.
Eine Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad Celsius ist immer noch möglich. Bis 2030 müssen die CO2-Emissionen jedoch um 45 % gesenkt werden."

Aber die fossile Brennstoffindustrie und ihre Wegbereiter haben eine besondere Verantwortung. Im vergangenen Jahr erzielte die Öl- und Gasindustrie einen Rekordgewinn von 4 Billionen US-Dollar.
Doch für jeden Dollar, den das Unternehmen für Öl- und Gasbohrungen und -exploration ausgibt, flossen nur 4 Cent in saubere Energie und Kohlenstoffabscheidung ... kombiniert.
Die Zukunft gegen dreißig Silberlinge einzutauschen, ist unmoralisch!"
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Das sind nicht meine Worte, es sind Ausschnitte aus der Rede von António Guterres, UN-Generalsekretär.
Seine eindringlichen Worte finden kein Gehör, auch nicht bei der Altdorfer Politik.

Der volle Text ist zu finden unter: Secretary-General's opening remarks to journalists at a press conference on Climate | United Nations Secretary-General

Der übliche Einstieg in die Thematik geht meist so:

Treibhausgase [THG]:
Ursache des Temperaturanstiegs

Ohne die "Treibhausgase" wäre die Erde eine Eiskugel mit einer Durchschnittstemperatur von etwa -14°C. Der vormals positive Effekt der THG, bis etwa 300ppm CO² Äquivalent, der das Leben auf der Erde erst ermöglichte und auch aus der Eiszeit führte wird nun zum Problem für das Leben auf der Erde.

Globale Temperatur seit der letzten Eiszeit Seit es Menschen auf der Erde gibt hat es keine höhere "GLOBALE" Temperatur gegeben als jetzt. Die sogenannte Mittelalterliche Warmzeit war nur ein lokales, überwiegend eurasisches Phänomen. Keine globale Erwärmung. Auf der Südhalbkugel gab es sie NICHT!

Der Temperaturanstieg der letzten 100 Jahre ist ausschließlich vom Menschen verursacht. Die Verbrennung fossiler Energieträger, allen voran Kohle, aber auch Benzin, Diesel und Erdgas setzt gigantische Mengen an Kohlenstoffdioxid (CO2) frei. Dazu kommt noch Methan, Lachgas und weitere, sehr lange wirkende Treibhausgase. Sie reflektieren die von der Erdoberfläche ausgehende Infrarot-Strahlung zurück und sorgen für den Anstieg der Temperatur.

Deshalb müssen alle fossilen Energieträger möglichst schnell durch regenerative Energie ersetzt werden!
Ziel: KLIMANEUTRALITÄT!

 

Wo stehen wir? Bei 1,48°C schon in 2023 !!!

Wir sind kurz davor die 1,5° Grenze, die in der IPCC-Konferenz von Paris als obere Schranke vor den Kipp-Punkten definiert wurde, zu überschreiten. Auch die 2 ° Schwelle werden wir nicht einhalten können wenn wir nicht alles tun was möglich ist. Durch das Überschreiten der Kipp-Punkte ist eine Erwärmung um mindestens 3° nicht mehr aufzuhalten. Im schlimmsten Fall erhöht sich sie mittlere Temperatur der Erde um 5°!

Schon jetzt, bei etwa 1,3° Erwärmung können wir die Wirkung des Klimawandels erkennen. In Deutschland werden die Veränderungen von vielen noch als "angenehm" empfunden. Mehr Sonnenschein, mehr Badewetter, weniger nasskalte Regentage. Aber auch bei uns spürt man schon die negativen Effekte. Lange Phasen der Trockenheit wechseln sich ab mit Starkregen und Unwettern.
In anderen Ländern sind die Veränderungen aber schon im hohen Maße schädlich für Mensch und Natur.
Tagestemperaturen weit über 40°C sind für den Menschen nicht dauerhaft erträglich, Trockenheit, Ernteeinbußen Waldbrände, Sintflut artige Niederschläge und immer häufiger schwere Stürme.  

1853 hat Alexander von Humboldt wohl als erster gemerkt, dass der Mensch das Klima verändert.

Wo geht es hin?

Weiter aufwärts mir der Temperatur. Das hört sich erstmal nicht schlecht an. Aber, Kippunkte werden überschritten, dann geht es ohne Umkehr weiter mit dem Temperaturanstieg, immer schneller.  Die Folgen davon sind für viele Länder:

  • "Extremer Wassermangel", wechselt sich ab mit
  • "Überschwemmungen", generell mehr und stärkere
  • "Extremwetterereignisse" bis hin zur
  • "Unbewohnbarkeit" großer Teile der Erde.
  • "Anstieg des Meeresspiegels um mehrere Meter" innerhalb von hundert Jahren.

Altdorf ist nur ein Klecks auf der Landkarte. Wer sich näher über die sich anbahnende weltweite Katastrophe informieren will kann sich mal das Dokument ansehen:
    WORLD ATLAS OF DESERTIFICATION.
Zu finden unter: https://wad.jrc.ec.europa.eu/download
Ist aber nur was für die Abgehärteten. Mir wird ganz schlecht beim Durchsehen.

In den "schwarz eingefärbten Gebieten" ist nach 2050 für alle größeren Lebewesen kein Leben mehr möglich. Nicht für Mensch und Tier.  Auch die meisten Pflanzen sterben ab.
Nur in klimatisierten Räumen wäre es denkbar dort zu leben, aber der Energieaufwand das zu tun wäre riesig. Durch den Anstieg des Meeresspiegels werden weite Küstenbereiche unbewohnbar. In diesen Gebieten leben fast 3 Milliarden Menschen.